Erhöhte Innovationsleistung und digitale Transformation meistern

p395289 NEUNsight September 2018

Diese Begriffe spielen für den CIDT (Cluster für Innovation und digitale Transformation e.V.) eine zentrale Rolle. Im NEUNsight- Interview erläutert Dr. Herbert Vogler, geschäftsführender Vorstandsvorsitzender der CIDT, die Ziele und Aufgaben des Vereins.

Welche Ziele verfolgt der CIDT?

Dr. Herbert Vogler:

Wir haben den Verein CIDT e.V. gegründet, um den Mittelstand dabei zu unterstützen seine Innovationsleistung zu erhöhen und die digitale Transformation zu meistern. Dazu haben wir ein Modell mit dem Namen PIDT, Praxismodell Innovation und digitale Transformation, entwickelt. Dieses erläutert den Unternehmen die Schritte, die aus unserer Sicht dafür sinnvoll und notwendig sind. Das Modell führt das Unternehmen in einem verständlich beschriebenen Prozess und verbessert die Innovationsleistung und den digitalen Reifegrad kontinuierlich. Ohne dieses Modell besteht für die Unternehmen die Gefahr, dass sie sich in unkoordinierten Einzelaktivitäten verzetteln und wichtige Elemente zu vergessen.

Warum wird in einer der innovativsten Regionen ein solcher Cluster gegründet?

Dr. Herbert Vogler:

Vor allem Unternehmen, die ihren Wettbewerbsvorsprung aus einem Innovationsvorsprung generieren, müssen dies auch unter den neuen Bedingungen der Digitalisierung schaffen. Deswegen ist eine innovative Region Oberbayern sicher eine gute Region um das Modell in den Markt zu bringen. Der Cluster wird sich aber nicht auf Oberbayern begrenzen. Das zeigen auch die Standorte derer, die nicht nur aus Bayern und sogar nicht nur aus Deutschland stammen.

Warum als Verein gegründet?

Dr. Herbert Vogler:

Die Vereinsmitglieder wollen dem Mittelstand gemeinsam und als neutrale Instanz, Orientierung bieten. Ein unmittelbares finanzielles Interesse haben die Mitglieder dabei nicht. Für einen solchen nicht gewinnorientierten Zusammenschluss, der zudem offen für neue Partner ist, eignet sich die Vereinsform am Besten.

Wer kann Mitglied werden?

Dr. Herbert Vogler:

Wir freuen uns besonders über mittelgroße Unternehmen, die Ihre Erfahrungen idealerweise auch bei der Anwendung unseres Praxismodells in die Weiterentwicklung des Modells und den gegenseitigen Informationsaustausch einbringen. Wir freuen uns genauso über weitere ausgewiesene Experten aus den Bereichen Innovationsmanagement und digitale Transformation und Multiplikatoren wie IHKs, Verbände und Kommunen.

Wie wird das Praxismodell (PIDT) entwickelt / weiterentwickelt?

Dr. Herbert Vogler:

Das Praxismodell besteht aus 8 Schritten bestehend aus aktuell insgesamt etwa 20 Modulen. Zu jedem Modul gehören ein Text mit einer Beschreibung was zu tun und zu beachten ist, Dokumente, die weiterführende Hilfestellung liefern, ein passendes Seminarangebot und eine modulverantwortliche Person. Die 8 Schritte sollen vom Unternehmen wiederholt durchlaufen werden. Der erste Durchlauf schließt mit Schritt 8, dem Auditierungs- und Zertifizierungsschritt, ab. Noch im September 2018 soll die PIDT-Version 1.0 erscheinen. Alle Mitglieder können und sollen sich in die Entwicklung des Modells einbringen. Dafür stehen eine Online-Plattform und Arbeitsgruppen bereit. In Zukunft werden wir regelmäßig gemeinsam erweiterte und verbesserte PIDT-Versionen herausbringen.

Wie kann man Dienstleistungs-Partner im PIDT werden, welche Voraussetzungen sind notwendig?

Dr. Herbert Vogler:

PIDT-Dienstleistungspartner wird man durch Mitgliedschaft im CIDT, Mitarbeit am PIDT, Verständnis des Gesamtprozesses und durch bereits in Projekten nachgewiesene Expertise in mindestens einem PIDT-Modul Themenfeld. Ich stehe gerne für einen Austausch zu diesem Thema zur Verfügung, am besten initiiert über herbert.vogler@cidt.de

Soll das PIDT zertifizierungsfähig sein, wer vergibt es und was soll es kosten?

Dr. Herbert Vogler:

Wir denken das Thema Zertifizierung bereits mit und haben Kontrollfragen zu jedem Modul erstellt. Damit kann jedes Unternehmen ein Audit bereits für sich selbst durchführen. Als nächstes ist geplant, dass der Verein das Zertifikat mit akkreditierten Experten selbst vergibt. Perspektivisch soll diese Aufgabe an eine neutrale Zertifizierungsinstanz übertragen werden. Kosten stehen aktuell noch nicht fest.

Interview: Michael Storks

Bild: Pixabay (CCO)

Im Überblick

Den Mittelstand stärken und digitale Innovationen fördern – das hat sich der Verein Cluster für Innovation und digitale Transformation (CIDT) zum Ziel gesetzt. Zu den Mitgliedern zählt auch die K.O.M. GmbH und deren geschäftsführender Gesellschafter Winfried Neun, der im Verein den Arbeitsschwerpunkt Strategieaktivierung und Mindsetmanagement betreut. „Ich sehe große Herausforderungen auf den deutschen Mittelstand zukommen, was insbesondere den Bereich der digitalen Innovationen anbelangt. Hier sind laut einer aktuellen K.O.M.-Befragung vom September 2018 nur 13 Prozent der Befragten konsequent in der Umsetzung. Der CIDT bietet hier eine ideale Unterstützungsplattform“, so Winfried Neun. Weitere Informationen unter: info@kom-neun.de