Cyber Security – auch privates Surfen braucht Schutz!

p395289 NEUNsight März 2019

In den Zeiten des Online-Bankings und der sozialen Medien wird der Schutz vor Hackerangriffen auch privat immer wichtiger. Wir zeigen Ihnen, welche Schutzmaßnahmen Sie ergreifen können, um sich im Netz abzusichern und was zu tun ist, wenn einmal sensible private Daten an Dritte geraten sind.

Um Hackerangriffe zu vermeiden, ist die Nutzung seriöser Dienste und Webseiten essenziell. Der Internetdienst der Wahl sollte eine zweifache Authentifizierung anbieten, insofern persönliche Daten geteilt werden. Bei der Zwei-Faktor-Authentifizierung wird der Bestätigungscode auf das Handy des Kontoinhabers oder auf ein spezielles TAN-Gerät übermittelt. Der Code kann nur von diesem externen Gerät aus gesehen werden und ist ein sicherer Schlüssel für sensible Informationen.

Intelligente Passworte

Intelligente Passwörter sind ebenfalls wichtig. Die Kombination aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen ist bei vielen Registrierungsvorgängen Pflicht. Nutzer sollten selbstständig auf lange, komplexe Passwörter zurückgreifen, um ihre persönlichen Daten zu schützen. Zahlen- oder Buchstabenfolgen mit Bedeutung lassen sich zurückverfolgen und werden daher am besten vermieden.

WLAN-Router absichern

Drahtlose Netzwerke sind eine Einladung für Hacker. Öffentliche WLAN-Netze sollten ausreichend verschlüsselt werden, um fremde Zugriffe zu verhindern. Name und Kennung des Routers gilt es ebenfalls zu verschleiern, denn beides genügt erfahrenen Hackern bereits, um wichtige Informationen zu ermitteln und Zugriff auf das Netzwerk zu erlangen. Bei der Nutzung von öffentlichen Netzwerken sollte eine zusätzliche Verschlüsselung eingerichtet werden. Vor allem Internet-Hotspots bieten ein hohes Risiko, da die Daten unverschlüsselt versendet und vom Besitzer des Hotspots nachverfolgt werden können. Die Virenschutz-Software ist nur so gut wie ihr letztes Update. Es gilt, die Programme regelmäßig auf den neuesten Stand zu bringen, damit sie gegen aktuelle Viren und Schadsoftware gewappnet sind. Sollte es dennoch einmal zu einem erfolgreichen Angriff kommen, gibt es einige Möglichkeiten, das Schlimmste zu verhindern.

Gehackt: das ist zu tun!!

Das Online-Banking-Konto ist plötzlich nicht mehr erreichbar oder die private Bildersammlung befindet sich auf einmal im Netz: wer gehackt wurde, muss zunächst den Schaden eindämmen. Die Internetverbindung sollte getrennt und alle Vorgänge genau dokumentiert werden. Wurden sensible Bank- oder Profildaten gestohlen, sollte die zuständige Behörde eingeschaltet werden. Bei einem Angriff auf das Forenprofil, gilt es die Administratoren zu kontaktieren. Falls noch möglich, sollten sämtliche Passwörter geändert werden. Es ist davon auszugehen, dass der Hacker Zugriff auf sämtliche Daten des Nutzers hat. Deshalb sollten sensible Daten umgehend geschützt werden. Im Zweifelsfall wird ein IT-Experte eingeschaltet. Der Profi kann mit effektiven Mitteln gegen den oder die Hacker vorgehen und dadurch eine Menge Ärger ersparen.

Drei  praktische Tipps zum Surfen im Internet

Auch wenn es die ultimative Sicherheit nicht gibt, können die folgenden Tipps helfen, um etwas sicherer im Internet zu surfen.

Eine Sicherheitssoftware installieren

Sogenannte Firewalls und spezielle Virenschutzprogramme können dabei helfen, Eindringlinge zu blockieren und mit Schadsoftware verseuchte E-Mails zu blockieren. Auch bei diesen Programmen sollten möglichst zeitnah nach der Herausgabe alle Updates installiert werden. Denn die sogenannten Hacker lassen sich immer neue Methoden einfallen, um auf die persönlichen Daten des Nutzers zugreifen zu können.

Keine Links aus unbekannten und unsicheren Quellen anklicken

Jegliche Arten an Nachricht wie Text, Videos oder Grafiken können unter Umständen mit Schadsoftware verseucht sein. Grundsätzlich reicht bereits ein einfacher Klick aus und der Rechner ist mit Viren befallen, wie zum Beispiel auf einen Anhang oder einfach auf die Nachricht selber. Daher sollten E-Mails aus unbekannten und nicht vertrauenswürdigen Quellen gar nicht beachtet und stattdessen sofort gelöscht werden.

Vorsicht beim Herunterladen von Programmen

Es gibt zahlreiche Internetseiten, auf denen Programme, Videos, Grafiken oder Songs heruntergeladen werden können. Auch hier sollte vorsichtig und mit einem gewissen Maß an Skepsis vorgegangen werden. Denn wird eine bereits verseuchte Software installiert, gelangen Spionageprogramme unbemerkt auf den PC. Häufig setzen die Betrüger auch bestimmte Bedingungen in das Kleingedruckte, dass sich der Nutzer in der Regel nicht durchliest. So kann es sein, dass aus Versehen ein Zeitschriften-Abo abgeschlossen wird, obwohl dies gar nicht geplant war. Daher ist es sehr wichtig, dass Software nur aus vertrauenswürdigen Quellen heruntergeladen wird.

Autor: Michael Storks

Bild: Pixabay (CCO)

 

Im Überblick

Die Hersteller von den unterschiedlichen Betriebssystemen, Office-Programmen, Sicherheitsprogrammen, Internetbrowsern und Media-Playern bringen regelmäßig Updates heraus, um eventuelle Sicherheitslücken zu schließen. Und diese sollte der Nutzer auch unbedingt installieren. Denn sonst wäre die Gefahr größer, ein Opfer der sogenannten Cyber-Kriminalität zu werden. Entweder der PC zeigt automatisch an, dass es ein neues Update verfügbar ist, oder der Nutzer erkundigt sich auf der jeweiligen Herstellerseite. Grundsätzlich sollten die Verbesserungen so schnell wie möglich installiert werden.