Cyberversicherung für Unternehmen – Risiken minimieren

p395289 NEUNsight März 2019

Ob eine Cyberversicherung sinnvoll und notwendig für ein Unternehmen ist, hängt davon ab, welche Informationen verarbeitet werden. Beim Umgang mit sensiblen Daten sollte eine geeignete Police die finanziellen Risiken minimieren. Größe und Umfang der Tätigkeit spielen dabei keine Rolle.

Grundsätzlich gilt: je sensibler die Daten, desto wahrscheinlicher ist ein Hacker-Angriff. Eine Cyberversicherung schützt das Unternehmen vor den finanziellen Folgen eines Datendiebstahls. Als alleiniger Schutz ist sie allerdings nicht ausreichend. Weitere Sicherheiten sind notwendig, um gegen alle weiteren Risiken abgesichert zu sein. Denn im Ernstfall droht nicht nur ein finanzieller Schaden, sondern auch ein Vertrauensverlust der Kunden und unter Umständen sogar der Verlust der wirtschaftlichen Existenz.

Welche Schäden sind abgedeckt?

Die Cyberversicherung ist eine relativ junge Police, die nach und nach an die Risiken angepasst wird, denen sich Unternehmen im Umgang mit sensiblen Daten aussetzen. Die Versicherung muss indirekte und direkte Schäden eines Missbrauchs abdecken. Zu den direkten Schäden zählen die eigenen Firmendaten, geistiges Eigentum und andere Geschäftsgeheimnisse, die gestohlen oder missbraucht werden können. Den möglicherweise daraus resultierenden Umsatzverlust deckt die Versicherung ab. Auch die Kosten für externe Dienstleister werden in der Regel von der Versicherung abgedeckt. Dennoch müssen die Details der Police genau geprüft und bei Bedarf angepasst werden. Die indirekten Schäden sind unter anderem Schäden, die durch den Diebstahl oder den Missbrauch von Kundendaten entstehen können. Die Geschädigten erhalten ihre finanziellen Ausfälle über die Versicherung des Unternehmens erstattet. Dies bewahrt das Vertrauen zwischen Unternehmen und Kunden und schützt das Unternehmen vor hohen finanziellen Ausfällen.

Digitale Werte identifizieren und versichern

Cyberattacken können auf unterschiedliche Weisen erfolgen und eine Vielzahl von Schäden verursachen. Eine Cybersecurity-Versicherung deckt selten alle Risiken ab, sondern beschränkt sich auf einige wenige Bereiche. Um einen optimalen Schutz zu erreichen, sollten die digitalen Werte identifiziert und bewertet werden. Anschließend können sie individuell versichert werden. Die Details gilt es vertraglich festzuhalten. Bei Cybersecurity-Versicherungen bietet sich in jedem Fall eine individuelle Police an, die genau auf die Risiken zugeschnitten ist.

Expertise erstellen lassen

Einige Bereiche kann eine Versicherung nur teilweise abdecken. Dazu zählen geistiges Eigentum und ein etwaiger Reputationsverlust infolge eines Angriffs. Deshalb benötigen Unternehmen, die im digitalen Bereich tätig sind, zusätzlichen Schutz in Form von Anti-Hacking-Systemen und geschulten Mitarbeitern. Dies lohnt sich auch aufgrund der Versicherungsprämien, die niedriger ausfallen, wenn das Unternehmen über moderne Sicherheitsstandards verfügt. Cyber-Unternehmen wenden sich am besten an die renommierten Anbieter, um die notwendige Expertise zu erhalten, die für den Abschluss einer individuellen, auf die Firmensituation zugeschnittenen Versicherung notwendig ist.

Autoren: Felix Klug / Michael Storks

Bild: Pixabay

Im Überblick

Der Markt von Cyber-Versicherungen ist noch relativ neu und daher firmieren die Angebote unter unterschiedlichsten Namen. Vergleichbare Angebote für Cyber-Versicherungen finden sich unter anderem unter den Bezeichnungen Cyberschutz, Cyber Protect, Data Protect, Datenschutz-Versicherung, Data-Risk, Cyber-Deckung oder Hacker-Versicherung.