„Echte“ Nachrichten von „Fake-News“ unterscheiden!

p395289 NEUNsight Januar 2020

„Fake-News“ sind Nachrichten, die keine sind, sondern gezielte Unwahrheiten und schlimmstenfalls Lügen. Doch wie lassen sich „echte Nachrichten“ von „Fake-News“ unterscheiden? Antwort: Mit gesundem Menschenverstand und unseren Tipps zur Verifizierung von Nachrichten!

Fake-News sind Nachrichten, die absichtlich oder unabsichtlich verfasst und von vielen Menschen geteilt werden  – und dabei falsche Informationen verbreiten. Oder, mit einem deutschen Wort auf den Punkt gebracht: Es handelt sich um Falschmeldungen. Oft sind „Fake-News“ nicht ohne weiteres zu erkennen. Jedoch gibt es eine ganze Reihe von Anzeichen, um Falschmeldungen als solche zu identifizieren:

Quellenkritik: Prüfen Sie, ob die Nachricht aus einer seriösen Quelle stammt, der man vertrauen kann und berichten auch andere, seriöse Medien über das Thema. Wird eine Nachricht vor allem auf unseriösen Webseiten veröffentlicht, ist es wahrscheinlich, dass es sich um „Fake-News“ handelt. Übrigens: Seriöse Webseiten haben ein vollständiges Impressum!

Übertreibungen: Achten Sie darauf, ob in der Nachricht massiv übertrieben wird, gängige Klischees bedient werden und beurteilen Sie selbst, ob eher sachlich und mit tiefer gehenden Erklärungen gearbeitet wird. Ist eine Nachricht sprichwörtlich völlig übertrieben, handelt es sich oft um „Fake-News“.

Bild- und Videokritik: Hinterfragen Sie die gezeigten Bilder und Videos darauf, ob die gezeigten Ort und Zeitabläufe stimmen. Häufig werden übertriebene oder falsche Nachrichten mit ebenso aus dem Zusammenhang gerissenen Bildern und Videos versehen. Um die Glaubwürdigkeit von Bildern einzuschätzen, helfen spezielle Bildersuchmaschinen.

Neuigkeitswert: Überprüfen Sie, ob die Nachricht wirklich „neu“ ist oder ob nur alte (oftmals auch damals schon falsche) Meldungen wiederholt werden. Eine schnelle Internetsuche bringt hier häufig schnelle Klarheit. „Fake-News“ bestehen einen solchen Test oft nicht.

Was tun Facebook und Co.?

Die großen sozialen Netzwerke, allen voran Facebook, haben inzwischen das Problem erkannt und versuchen gegenzusteuern. Sicherlich hat auch teils massiver Druck aus der Öffentlichkeit und der Politik geführt. So bietet Facebook beispielsweise die Möglichkeit, dass Nutzer selbst solche Nachrichten per Klick melden. Die gemeldeten Beiträge werden dann von Facebook geprüft – und gelöscht, sollten sie sich als falsch erweisen. Doch Facebook tut noch mehr: Als „Fake-News“ verdächtige Meldungen werden für den Nutzer deutlich sichtbar gekennzeichnet. Der Nutzer von Social Networks wird somit direkt und unmissverständlich darauf hingewiesen, dass der Wahrheitsgehalt einer bestimmten Meldung zweifelhaft ist.

Sperrung von Fake-Seiten

Eine weitere Maßnahme von Facebook und Google zielt auf die Finanzen der Urheber von „Fake-News“ ab. Seiten, die für entsprechend übertriebene und falsche Meldungen bekannt sind, werden gesperrt. Dies ist ein gezielter Schlag gegen das Geschäftsmodell „Fake-News“: Das häufige Teilen Aufsehen erregender – aber schlicht falscher! – Meldungen führt zu hohen Klickzahlen und damit verbunden hohen Werbeeinnahmen. Können „Fake-News“ nicht mehr geteilt werden, entfällt dieser finanzielle Anreiz.

Autor: Hans Sander

Bild: cbies (fotolia.com)

Im Überblick

Wie bei jeder anderen Information ist bei Nachrichten besonders darauf zu achten aus welcher Quelle diese News stammt, ob Bild- und Text übereinstimmen, ob die Nachricht aktuell ist oder ob in ihr ständig übertrieben wird. Soziale Netzwerke bieten zunehmend die Möglichkeit an, „Fake News“ als solche kennzeichnen zu lassen.